Medienkompetenz

Medienkompetenz ist die Fähigkeit, selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich mit Medien umzugehen und sie zur Gestaltung der eigenen Lebenswelt, zur Teilhabe an, sowie zur Mitgestaltung der (Informations-) Gesellschaft zu nutzen. 

Dazu gehören:

  • Das Wissen darüber, welche Medien es gibt und welchen Nutzen sie haben.
  • Die Fähigkeit, Medien im Zusammenhang mit den eigenen Bedürfnissen, der eigenen Lebensgestaltung und Identitätsbildung, zur Information und Bildung und zur Unterhaltung sinnvoll auswählen zu können.
  • Das Vermögen, über die eigene Mediennutzung und über Medienwirkungen nachdenken zu können.
  • Das technische Wissen über Medien bzw. den Umgang mit Geräten.
  • Die Fähigkeit, die jeweilige „Mediensprache“ verstehen und analysieren zu können, d. h. Medien „lesen“ zu können.
  • Die Produktionsbedingungen von Medien und ihren Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit einschätzen zu können.
  • Medienbotschaften zu beurteilen (Boulevardpresse, Nachrichtenmagazine) und kritisch über Begriffe wie Realität, Wahrheit, Information, Wissen, Manipulation etc. nachdenken zu können.
  • Medien gestalten und zur Kommunikation einsetzen zu können, als Erweiterung der eigenen Handlungs- und Ausdrucksfähigkeit (aktiver Medienumgang) – so z.B. für die Gestaltung einer eigenen Homepage.

Quelle (Text und Bild): www.polizei-beratung.de

 

SicherHeid e.V. hat sich zusammen mit anderen Partnern, insbesondere dem Verein Prävention Rhein-Neckar e.V., im Rahmen der Projektarbeit bereits kurz nach der Vereinsgründung dazu entschlossen, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu fördern. 

Hierzu unterstützt der Verein gezielt die Präventionsarbeit mit Schülerinnen und Schülern, z.B. über das Medium Film.


KinoSPecials

Unsere Gesellschaft ist geprägt durch die Allgegenwart audio-visueller Medien. Kino übt eine besondere Faszination auf junge Menschen aus. Diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Filme werden heute in erster Linie unter betriebswirtschaftlichen Aspekten – hohe Besucherzahlen - produziert. Gerade jungen Menschen, die meistens mit ihrem Medienkonsum allein gelassen werden, müssen Orientierungshilfen in der gegenwärtigen Medienwelt angeboten werden.

 

Bei den KINO-SPECIALS wird Kino zum Lernort. Ein Filmkritiker und Medienpädagoge des Instituts für Kino und Filmkultur Köln analysiert und diskutiert mit den jungen Zuschauern die Filme, deren Inhalte und Darstellungsweisen aus Sicht der Medienpädagogik. Nach einer kurzen Einführung werden Kinofilme zu den Themenbreichen Gewalt, Sucht, Toleranz und Fremdenfeindlichkeit gezeigt. Eine 45-minütige Diskussion schließt sich an, in der versucht wird, Vergleiche zwischen Filmhandlung und Realität herzustellen. Der örtliche Bezug wird durch den jeweiligen Jugendsachbearbeiter der Polizei vermittelt.

 

An der nahezu flächendeckenden Durchführung von Kino-Seminaren zur Gewalt- und Suchtprävention haben seit 2000 an den insgesamt 11 Kinostandorten in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis viele tausend Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Den Projektbeteiligten wurde eine umfangreiche Informationsbroschüre für die Vor- und Nachbereitung als Handreichung zur Verfügung gestellt. Im Oktober 2000 erfolgte eine zweitägige Fortbildung von künftigen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Bereichen Schule, Jugendarbeit, Suchtprävention, Drogenberatung und Polizei.

 

Das Projekt, durchgeführt und organisiert von der Polizeidirektion Heidelberg und unterstützt von den Vereinen SicherHeid e.V. und Prävention Rhein-Neckar e.V., fand bei der Fachtagung Kino (Juli 2000 Berlin), dem 6. Deutschen Präventionstag (November 2000 Düsseldorf), sowie der Tagung der Jugendschutzbeauftragten der Bundesländer (Mai 2001 Erfurt) große Beachtung.

 

Kino-Specials werden nach Möglichkeit einmal jährlich in Heidelberg und an verschiedenen Kinostandorten im Rhein-Neckar-Kreis durchgeführt. Sie sind ein Baustein im gesamtgesellschaftlichen Präventionsansatz zur Gewalt- und Suchtvorbeugung und sehr gut geeignet, z.B. die polizeilichen Programme "Herausforderung Gewalt" und "Was tun gegen Sucht" sinnvoll zu ergänzen. 

Wichtig ist die Vor- und Nachbereitung der Thematik im jeweiligen Schulunterricht. 

Im Folgenden finden Sie Materialen Zur Unterrichtsvorbereitung:

>> Filmbegleithefte der Bundeszentrale für politische Bildung

>> Filmbegleithefte des Instituts für Kino und Filmkultur


Das Thema "Lernort Kino" wurde im Jahr 2000 in einer Diplomarbeit evaluiert:

>>>Zur Diplomarbeit

SchulkinoRhein-Neckar / Heidelberg

Ein niederschwelliges Angebot zur nachhaltigen Verbesserung der Medienkompetenz junger Menschen.

 

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer von Medien geprägten Umwelt auf. Der Film in seinen verschiedenen Formaten – als Serie im Fernsehen, als Spielfilm im Kino oder auf Video/DVD – ist dabei nach wie vor Leitmedium und nimmt im Prozess der Persönlichkeitsentwicklung Einfluss auf die Ausbildung von Identität, Weltverständnis, Normen und Werten. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe von Bildung und Erziehung, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, reflektiert und kritisch mit diesem Medium umzugehen. Die audiovisuelle Lesefähigkeit ist zu einer Schlüsselkompetenz geworden. Gleichzeitig bieten Spielfilme einen erlebnisorientierten Zugang zu Themen, insbesondere auch im Kontext von personaler und sozialer Kompetenz und eröffnen der pädagogischen Arbeit dadurch vielfältige und fruchtbare Anknüpfungspunkte.

 

Das Schulkino Rhein-Neckar / Heidelberg bietet hierfür seit dem Jahr 2002 den entsprechenden Rahmen. Das Medienzentrum Heidelberg (www.mzhd.de) und die Kinos in der Region stehen hierbei als Partner zur Verfügung. Auch die Polizei bietet ihre Unterstützung an, wenn es beispielsweise um die Themen Gewalt, Drogen und Fremdenfeindlichkeit geht. Regelmäßige Fortbildungen liefern Informationen und Anregungen für Lehrkräfte und Erziehungsverantwortliche.

 

Bei der Filmauswahl kann auf das aktuelle Angebot und die langjährigen Erfahrungen des Schulkinos Dresden (www.schulkino.de) und die Materialien der Bundeszentrale für politische Bildung (www.kinofenster.de) zurück gegriffen werden.

Sicheres Heidelberg e.V.

Geschäftsstelle

Römerstraße 2-4

69115 Heidelberg

 

Tel.: 0172 7 61 81 61

Fax: 0621 174 1247

E-Mail: info@sicherheid.de

Spendenkonto

Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. 

Konto 95001

Sparkasse Heidelberg

BLZ 672 500 20

IBAN DE90 6725 0020 0000 0950 01

BIC SOLADES1HDB

Vereinsregister Nr. 2585 Registergericht AG Heidelberg

Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch Finanzamt Heidelberg vom 22.11.99

 

Steuernummer 32489/42563