Projekt Würde - WEchselkleidung für betroffene von schweren straftaten

Unter dem Namen „Würde“ wird seit dem Frühjahr 2004 in der Rhein-Neckar-Region ein beispielgebendes Projekt im Rahmen eines praktizierten Opferschutzes umgesetzt.

 

Vorbemerkung:

Ein praktizierter effektiver Schutz von Kriminalitätsopfern ist ein wichtiger Beitrag im Sinne einer nachhaltigen Kriminalprävention. Das Ziel aller vernetzten Anstrengungen muss es sein, die Belastungen für das Opfer zu minimieren, eine künftige Opferwerdung zu verhindern, der Kriminalitätsfurcht in der Bevölkerung entgegenzuwirken und die Mitwirkungsbereitschaft der Bürger/innen an der Kriminalitätsverhütung zu stärken und über Kriminalitätsgefahren aufzuklären. Neben dem vorrangigen Ziel, das Opferrisiko zu reduzieren, trägt professionelles und sensibles Vorgehen wesentlich dazu beitragen, die Belastungen für das Opfer zu minimieren und so das Vertrauen in den Rechtsstaat zu festigen.

 

Situationsbeschreibung:

Insbesondere Opfer schwerster Kriminalität sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Neben der unmittelbaren Opferwerdung (Gewalt-, Sexualdelikte) kommen zu dem persönlichen Drama die Belastungen im Rahmen des Ermittlungsverfahrens hinzu. Die ersten Maßnahmen werden bei diesen schwerwiegenden Fällen für das Stadtgebiet Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis in aller Regel vom Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Mannheim- diese Organisationseinheit ist rund um die Uhr besetzt - getroffen. Wenn es notwendig wird, dass die Kleidung des Opfers aus objektiven Gründen zur Beweissicherung – sie dient als Beweismittel, Spurenträger (DNA-Untersuchungen etc.), Augenscheinsobjekt – einbehalten werden muss, wird dies als besonders belastend empfunden. Besonders Frauen wollen mit dem Täter (...und dessen Sekreten) und ihren mit ihm in Berührung gekommenen Kleidungsstücken nichts mehr zu tun haben. Die Eindrücke des Geschehens werden durch die Art der bereitgestellten Wechselkleidung in Form von Anstaltskleidung der Justizvollzugsanstalt und alten, gebrauchten Trainingsanzügen aus Beständen der Polizei jedoch zusätzlich verstärkt, das Opfer fühlt sich erniedrigt. 

Zwar genügt dieses Vorgehen formell den Anforderungen, dem stehen jedoch die Empfindungen und Erwartungen des Opfers deutlich entgegen. Im ungünstigsten Fall können sich diese Belastungen verfestigen. 

 

Projektbeschreibung:

Um den beschriebenen Zustand dauerhaft nachhaltig zu verbessern, wurde ein Grundbestand an handelsüblicher Wechselkleidung – Unter-, Oberbekleidung – angeschafft. Durch die Überlassung dieser hygienischen und neuwertigen Kleidungsstücke kann dem Kriminalitätsopfer wenigstens teilweise seine Würde zurückgeben und das Gefühl von Sauberkeit vermittelt werden. 

Das Projekt wird gemeinsam von den gemeinnützigen Vereinen Weisser Ring – Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e.V., Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. und Sicheres Heidelberg - SicherHeid e.V. getragen. 

Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Mannheim. Der Fundus wird von den Außenstellen Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis der Opferhilfsorganisation „Weisser Ring e.V.“, verwaltet und Kriminalitätsopfern über den Kriminaldauerdienst der Polizei zur Verfügung gestellt.

Sicheres Heidelberg e.V.

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Römerstraße 2-4

69115 Heidelberg

 

Tel.: 0172 7 61 81 61

Fax: 0621 174 1247

E-Mail: info@sicherheid.de

Spendenkonto

Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. 

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